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Zentralbanken kaufen soviel Gold wie seit 50 Jahren nicht mehr
Datum: 31.01.2019
Gold wird in Zeiten geopolitischer Spannungen seinem Ruf als sicherer Hafen gerecht. Russland, die Türkei und Kasachstan sind die eifrigsten Goldkäufer.
Zentralbanken drängt es weltweit vermehrt zu Gold. Im vergangenen Jahr kauften Währungshüter netto 651 t im Wert von 27 Mrd. $, was das höchste Niveau seit rund 50 Jahren bedeutet. Gegenüber dem Vorjahr hätten sich die Käufe damit um 74% erhöht, berichtet der Branchenverband World Gold Council.
Dabei ragt die russische Zentralbank heraus, die bereits seit vier Jahren mehr als 200 t Gold jährlich erwirbt. Grosse Käufer waren auch die Notenbanken der Türkei und Kasachstans. Mehr als in den Jahren zuvor hat sich der Kreis der Institutionen erweitert, die ihre Reserven vermehrt in Gold anlegen. Auch die Zentralbanken Ungarns, Polens, Indiens, Chinas, des Iraks und der Mongolei sowie ein Staatsfonds aus Aserbaidschan kauften netto das Edelmetall ein.

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Quelle Grafik: Neue Zürcher Zeitung - online

Russland wird US-Anleihen los

Der World Gold Council verweist darauf, dass dies das höchste Volumenwachstum ist, seitdem die Vereinigten Staaten unter dem damaligen Präsidenten Nixon die Bindung des Dollars an das Gold aufgehoben hatten. Die Goldkäufe der Notenbanken legten bereits nach der Finanzkrise im Jahr 2008 stark zu. Erhöhte geopolitische und makroökonomische Spannungen dürften neben dem relativ niedrigen Goldpreis in der ersten Jahreshälfte die Gründe für die Attraktivität des Edelmetalls gewesen sein. Notenbanken trachteten verstärkt danach, die Reserven breiter aufzustellen.

Weiteres auch hier:Gold demand trends full year 2018 vom World Gold Council

und hier: Neue Zürcher Zeitung: "Gold statt Dollar: Zentralbanken kaufen so viel Edelmetall wie schon lange nicht mehr"

Viele Grüße
Daniel Schaad